Neue Ausrüstungsideen zum Start in die Fahrradsaison

Deuter-Rucksack Bike I, der als Pionier aller Bike-Rucksäcke - (c) Armin Herb

Wer zu Saison-Beginn aufs Rad steigt, sollte vor der ersten Tour unbedingt einen Blick aufs Rad werfen. Der kleine Frühjahrs-Checkup kann nie schaden, nicht nur beim Thema Bremsen und Reifen. Aber auch ein Blick auf die Ausrüstung ist nicht verkehrt: Ist die Regenjacke noch dicht? Brauche ich neue Radsocken oder Funktionsunterhosen? Wie kann ich bei längeren Touren den Tragekomfort in Schuhen verbessern? Gibt es praktische Helferlein für den Wind- und Wetterschutz? Wir haben uns auf den Outdoor-Messen umgesehen und dabei einige interessante Produkte gefunden und auch gleich ausgiebig ausprobiert:

Ein moderner Rucksack-Klassiker
Ausrüstungsteile werden zum echten Klassiker, wenn sie stetig verbessert und modernisiert werden. Dazu zählt auch der Deuter-Rucksack Bike I, der als Pionier aller Bike-Rucksäcke gilt. Das Basis-Modell wurde bereits 1990 entwickelt und von Transalp-Pionieren bei der ersten Alpenüberquerung getestet. Das Rucksack-Modell wurde seitdem stetig verbessert und weiterentwickelt. Mit dem Bike I 20 Liter – es gibt auch eine 16-Liter-Variante – liegt nun ein Tagesrucksack vor, der kaum Wünsche offen lässt. Das Teil ist wirklich durchdacht. Allein das Werkzeugfach in der Außentasche ist ein Ausrufezeichen wert. Aber viel wichtiger: Der Rucksack hat bewährte Deuter-Qualität und trägt sich komfortabel bei Radausflügen, Mountainbike-Touren und auch bei Tages-Wanderungen. So gibt es am Bike I sogar Stockhalterungen für die ÖPNV-Anreise bzw. Bike&Hike-Touren. Für guten Halt am Körper sorgen die gepolsterten Schulterträger, der stufenlos verstellbare Brustgurt sowie die belüfteten Hüftflossen. Zu den wichtigen Details zählen noch die Regenhülle, das abnehmbare Helmnetz, eine Luftpumpenhalterung und das Handy-Fach. Nicht alltäglich: die herausnehmbare Sitzmatte fürs Picknick on tour. Zur Sicherheit im Straßenverkehr bietet der Rucksack, der rund 700 g wiegt, auch einige reflektierende Elemente. Und heutzutage auch nicht ganz unwichtig: Die Farben und das Design sind durchaus gelungen. Eigentlich haben wir am Deuter Bike I nur noch eine kleine Außentasche vermisst. Macht aber nix! Dafür gibt es eine Smartphone-Tasche mit Reißverschluss an der Rückseite unten. Preis: ab 100 Euro, www.deuter.com 

Unterstützende Innensohlen
Zuweilen darf man sich schon etwas wundern über die Logik der Schuh-Industrie. Da werden hochwertige, teure Radschuhe bzw. Wanderschuhe entwickelt und produziert, doch an entscheidenden Punkten wird plötzlich der Sparstift angesetzt. So befinden sich dann in 250-Euro-Schuhen billige, dünne Innensohlen, was dem Tragekomfort und der Fußgesundheit auf Dauer nicht gerade weiterhilft. Unser Testredakteur legt deshalb gerne noch ein paar Euro drauf und besorgt sich eine hochwertigere Innensohle. Das schont zwar nicht den Geldbeutel, aber in der Regel den beanspruchten Wanderer- und RadlerInnenfuß, vor allem bei längeren Touren. Gute Dienste leisten in diesem Fall die 3Feet-Activ-Sohlen von Sidas, z.B. für Multisport oder speziell für Radfahrer, die es in sechs Größen (XS-XXL) und in den drei Varianten high (Hohlfuß), mid (Normalfuß) und low (Plattfuß) gibt. Wer zu kalten Füßen neigt oder es gerne kuschelig am Fuß bevorzugt, der sollte mal die Merino-Version mit dünner, geruchsmindernder Schafwollauflage ausprobieren. Die kann man fast rund ums Jahr verwenden, außer wenn sich das Thermometer schon über plus 25 Grad hinausbewegt. Falls die neuen Innensohlen etwas zu groß sein sollten, so lassen sie sich auch noch auf die Maße des Rad- oder Wanderschuhs zuschneiden. Fazit: Wir haben festgestellt, dass die Innensohlen tatsächlich den Fußkomfort verbessern, d.h. den Fuß besser entlasten und den Bewegungsablauf unterstützen – insbesondere, wenn die Touren mal etwas länger sind.

Spezielle Fahrrad-Einlegesohlen kosten ab rund 30 Euro, Multisport-3Feet-Sohlen ab rund 44 Euro; www.sidas.com

Outdoor-Socken mit Langzeit-Garantie
Braucht es für Outdoor-Aktivitäten spezielle Strümpfe? Aber ja doch! Socken zum Wandern und Biken sind sogar eine ziemlich individuelle Sache, vor allem, wenn sie bei beiden Aktivitäten sinnvoll funktionieren sollen. Auf jeden Fall dankt es der Tragekomfort und das Fußklima immer, wenn die Socken über einen gewissen Wolle-Anteil verfügen, am besten mehr als 30 Prozent. Beim Thema Wolle winken allerdings viele Outdoor-Fans ab mit den Argumenten: zu warm im Sommer und nicht lange haltbar. Für manche Modelle mag das stimmen. Wir haben jedoch auch andere, durchweg positive Erfahrungen damit gemacht. Vor allem die Outdoor-Socken von Darn Tough aus den USA haben sich im Sommer und Winter sehr gut bewährt. Deren Wollanteil beträgt meist zwischen 30 und 45 Prozent. Zur besseren Haltbarkeit dienen rund 40 bis 50 Prozent Nylon, je nach Modell, dazu noch etwas Elasthan für die Dehnbarkeit. Ein Tipp für Touren im Frühjahr/Sommer sind die Socken aus der Serie Hike/Trek Micro Crew Lightweight, die als Herren- und Damen-Version im Angebot sind. Diese Modelle sind nicht allzu dick, ragen jedoch in der Länge über mittelhohe Schuhe hinaus. Das ist wichtig, damit der Schuhrand nicht auf der Haut scheuert. Mit diesen Modellen hatten wir nie Probleme, ob mit Überhitzung, Wundscheuern oder Blasen. Der Tragekomfort hat selbst nach stundenlangen Touren mit dem Bike und/oder in Bergstiefeln nicht nachgelassen. Die lebenslange Garantie der Socken aus Vermont/USA gilt allerdings aus gesetzlichen Gründen in Deutschland nicht. Sehr lange haltbar sind sie deswegen bei uns trotzdem. Die Modelle aus der Serie Hike/Trek Micro Crew Lightweight kosten rund 30 Euro. https://darntough.eu

Outdoor-Socken mit Langzeit-Garantie
Braucht es für Outdoor-Aktivitäten spezielle Strümpfe? Aber ja doch! Socken zum Wandern und Biken sind sogar eine ziemlich individuelle Sache, vor allem, wenn sie bei beiden Aktivitäten sinnvoll funktionieren sollen. Auf jeden Fall dankt es der Tragekomfort und das Fußklima immer, wenn die Socken über einen gewissen Wolle-Anteil verfügen, am besten mehr als 30 Prozent. Beim Thema Wolle winken allerdings viele Outdoor-Fans ab mit den Argumenten: zu warm im Sommer und nicht lange haltbar. Für manche Modelle mag das stimmen. Wir haben jedoch auch andere, durchweg positive Erfahrungen damit gemacht. Vor allem die Outdoor-Socken von Darn Tough aus den USA haben sich im Sommer und Winter sehr gut bewährt. Deren Wollanteil beträgt meist zwischen 30 und 45 Prozent. Zur besseren Haltbarkeit dienen rund 40 bis 50 Prozent Nylon, je nach Modell, dazu noch etwas Elasthan für die Dehnbarkeit. Ein Tipp für Touren im Frühjahr/Sommer sind die Socken aus der Serie Hike/Trek Micro Crew Lightweight, die als Herren- und Damen-Version im Angebot sind. Diese Modelle sind nicht allzu dick, ragen jedoch in der Länge über mittelhohe Schuhe hinaus. Das ist wichtig, damit der Schuhrand nicht auf der Haut scheuert. Mit diesen Modellen hatten wir nie Probleme, ob mit Überhitzung, Wundscheuern oder Blasen. Der Tragekomfort hat selbst nach stundenlangen Touren mit dem Bike und/oder in Bergstiefeln nicht nachgelassen. Die lebenslange Garantie der Socken aus Vermont/USA gilt allerdings aus gesetzlichen Gründen in Deutschland nicht. Sehr lange haltbar sind sie deswegen bei uns trotzdem. Die Modelle aus der Serie Hike/Trek Micro Crew Lightweight kosten rund 30 Euro.  https://darntough.eu

Leichte Unterhelmmützen
Nicht nur im Winter können Unterhelmmützen gute Dienste leisten. Das Wissen nicht nur radelnde Herren mit lichtem Haupthaar. Denn durch die großen Belüftungsöffnungen am Radhelm kann ganz schön die Sonne brennen. Und da ist Schutz gefragt. Abhilfe schafft dabei die federleichte Unterhelmmütze mit dem etwas sperrigen Namen Haglöffs L.I.M ZT II Compressible Beanie. Das Mützchen aus modernem Polartec-Delta-Gestrick schützt nicht nur die Kopfhaut, sondern hat bei Hitze sogar einen kühlenden Effekt. Bei einer Mountainbike-Pause in den Bergen bietet die Mütze zudem etwas Wärme, wenn ein kühler Wind weht. Das superleichte Unterhelmmützchen von Haglöffs kostet allerdings 55 Euro. Das geht beim Schlauchtuch-Experten Buff auch günstiger. Dort kosten die schnell trocknenden Polyester-Mützchen mit den Modellnamen Buff EcoStretch Hat oder Underhelmet Solid ab rund 18 Euro. Allerdings sind diese nicht ganz so leicht und luftig und nicht so kühlend. Dafür machen sie optisch – ohne Helm getragen – ggf. etwas mehr her. www.haglofs.com/de,  www.buff.com 

Sportliche Radunterhosen
Viele RadlerInnen behaupteten, sie brauchen zum Radeln keine gepolsterten Radunterhosen. Manche haben diese Behauptung dann bitter bereut. Denn ein wunder Hintern zwingt oft zu einer längeren Radpause. Ganz schlecht, wenn man sich gerade auf einer gebuchten Etappen-Radreise befindet. Radtouren-Experten diskutieren in diesem Punkt höchstens über Material und Schnitt der Radunterhosen und wie das Polster beschaffen sein sollte. Gonso und SQ-Lab, die Radbekleidungs- und die Ergonomie-Experten, haben das Thema Funktionsradhosen auf ein neues Qualitätslevel gehoben – leider auch preislich. Aber leidenschaftliche RadlerInnen sind von diesen Modellen begeistert. Eine Variante wird sogar mit Trägern angeboten. Dadurch sitzt die Radunterhose mit dem vergleichbar dünnen Polster enger am Körper und kann nicht verrutschen. Nach einigen langen Ausfahrten müssen wir feststellen, die Gonso-SQLab-Hosen sind tatsächlich ihr Geld wert. Manche Radreaks würden vielleicht behaupten, die Hosen sitzen zu straff. Vielleicht?! Aber dafür bieten sie für längere Touren einen bisher kaum gekannten Komfort – ohne Drücken und Scheuern. Sportliche RadlerInnen tragen diese Trägermodelle auch ohne Überhose als Bib. Aber wer Unterhosen mit Trägern doof findet und auch keine Bib haben will, der bekommt die Gonso-SQLab-Hosen auch ohne Träger. Preis: ab 99 Euro, https://gonso.de/de-de/fahrradhosen/fahrradhosen-herren/radunterhosen/

Wind- und Wärmeweste
Leidenschaftliche Radlerinnen und Radler haben sie auf Tour immer dabei – die Wind- und Isolationsweste. Bei Rennrad-Fans handelt es sich dabei meist nur um eine superleichte, dünne Haut als Windschutz. Aber wirklich wärmen tut ein solch leichtes Westchen in der Regel nicht. Für den Hochsommer ist das für die meisten Touren zwar ausreichend. Aber in der Übergangszeit im Frühjahr und Herbst oder im Gebirge darf gerne etwas Wärmeleistung hinzukommen. Leichte Iso-Westen passen zwar nicht mehr in die Trikottasche und sind spürbar schwerer. Dafür bringen sie die gewünschte Wärmeleistung etwa bei einer Pause am Berg oder für eine längere Abfahrt. Eine solche leichte, klein packbare Iso-Weste ist zum Beispiel die Holo-Vest vom norwegischen Outdoor-Spezialisten Bergans – ein Tipp für Radtouren und Bergwanderungen. Die Weste besteht aus schnell trocknendem Polyamid und Polyester, wiegt rund 250 g und wird in fünf Größen (S bis XXL) und zwei Farben angeboten. Drei Pluspunkte: Hinten ist die Holo-Vest etwas länger geschnitten. Die Reißverschluss-Seitentaschen sind mit wärmendem Fleece ausgekleidet. Und für Handy, Geldbörse o.ä. gibt es noch eine von außen unsichtbare Reißverschluss-Innentasche. Preis: 169 Euro. www.bergans.de 

Über den Autor*Innen

Armin Herb

Armin Herb

Seit Kindheitstagen sitzt der studierte Geograf auf dem Fahrrad und erkundet die Landschaft in Nah und Fern. Allerdings ist er auch gerne zu Fuß unterwegs, insbesondere in den Alpen und im Schwarzwald. Er publizierte rund zwanzig Bücher zum Thema Radfahren und Mountainbiken und schreibt bis heute Beiträge über Reisen, Radfahren, Wandern und Wintersport für Tageszeitungen, Online-Portale und Fachmagazine.